Start meiner Weltreise: 21.09.2019 | First stop: Hurghada, Egypt
Sabbatical oder wie ich mir den Traum meiner Weltreise erfülle

Hallo liebe Weltenbummler!

Wie du ja inzwischen wahrscheinlich weißt, liebe ich es zu reisen – eigentlich bin ich süchtig danach. Süchtig fremde Länder zu entdecken, in die verschiedenen Kulturen einzutauchen und in die Kochtöpfe der Garküchen zu schauen und exotische Köstlichkeiten zu probieren. Schon seit einigen Jahren verbringe ich jeden einzelnen Tag meines Urlaubsanspruches im Ausland und der Traum auf Weltreise zu gehen und länger als ein paar Wochen im Jahr unterwegs zu sein, wurde immer größer.

FRAGEN ÜBER FRAGEN

Dann fing das Grübeln an und die Fragen häuften sich. Ist überhaupt möglich mir meinen Traum zu erfüllen und für einige Monate durch die Welt zu bummeln? Wie soll ich die Reise finanzieren? Soll ich meinen sicheren Job einfach so aufgeben? Traue ich es mir wirklich zu, komplett alleine auf diesen großen Trip zu gehen? Was ist, wenn ich scheitere und ich zurück will, aber keine Arbeit und vielleicht auch keine Wohnung mehr habe?

Anfangs dachten die Leute in meinem Umfeld – und zugegeben auch ich selbst – dass es nur eine Spinnerei von mir ist und ich doch zu feig bin um es wirklich durch zuziehen. Doch dann fand ich die perfekte Lösung und die Antworten auf fast all meine Fragen. Mein Arbeitgeber bietet seinen Angestellten ein Sabbatical an.

Aus meiner Träumerei wurde also ernst. Irgendwann Anfang des Jahres 2017, ging ich zu meinem Referatsleiter und meiner Chefin und sprach mit ihnen über meine Pläne bezüglich der Weltreise. Mit ihrer Unterstützung und Zusage beantragte ich dann mit 14.04.2017 das Sabbatical bei unserer übergeordneten Dienststelle.

Während meine Mama insgeheim auf eine Ablehnung hoffte, bin ich auf Nadeln gesessen und wartete jeden Tag gespannt auf eine positive Antwort. Und auf einmal war er da – der Brief mit der Genehmigung – und ja, kurz blieb mir dann doch das Herz stehen, das alles so schwarz auf weiß zu sehen.

Wir können den Wind nicht ändern, 

aber die Segel anders setzen.

– Aristoteles –

Was ist ein Sabbatical?

Ich möchte hier so kurz wie möglich zusammenfassen wie so ein Sabbatical aussehen kann und gar nicht zu sehr ins Detail gehen. Das Sabbatical, was oft auch als Sabbatjahr ins Deutsche übersetzt wird, ist ein Arbeitszeitmodell für einen längeren Sonderurlaub bzw. die Möglichkeit einer beruflichen Auszeit, welche von einigen Monaten bis hin zu einem Jahr oder noch länger dauern kann. Es gibt verschiedenste Variationen bzw. Modelle, welche sich von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden.

VERSCHIEDENE MODELLE

Die eine Möglichkeit ist zum Beispiel über einen vereinbarten Zeitraum Überstunden anzusammeln, die Urlaubstage zu sparen und dann die freien Tage gebündelt zu konsumieren. So hat man die Möglichkeit sich für ein paar Wochen bzw. Monate eine Auszeit zu nehmen.

Die bessere Variante ist meiner Meinung nach aber die Reduktion des Entgeltes und genau dieses Modell bietet mein Arbeitgeber an. Hier wird bei gleichbleibender Arbeitsleistung (z.B. 40 Wochenstunden), das Entgelt reduziert und für den Mitarbeiter angespart.

MEIN SABBATICAL-VERTRAG

In meinem Fall sieht der Sabbatical-Vertrag folgende Rahmenbedingungen vor: Ich arbeite 40 Wochenstunden – also 100 % – bekomme aber nur 80 % meines Gehaltes ausbezahlt. Die restlichen 20 % werden durch meinen Arbeitgeber für mein freies Jahr angespart. Eine Bedingung für die Beantragung des Sabbaticals war zum Beispiel, dass ich bereits mindestens fünf Jahre bei meinem Arbeitgeber angestellt sein musste. Diesen Punkt erfüllte ich Gott sei Dank.

Mein Sabbatical-Vertrag läuft über 5 Jahre. Das heißt, ich arbeite 4 Jahre für 80 % meines Gehalts und habe ein komplettes Jahr frei. Auch in diesem Jahr wird mir mein Gehalt weiter ausbezahlt – da wie bereits oben erwähnt – die 20 % von meinem Arbeitgeber für mich angespart werden.

Ich musste bereits bei der Beantragung entscheiden, wann ich das freie Jahr konsumieren möchte, frühestens ist das aber nach zwei Jahren möglich. Ich entschied mich dafür, zweieinhalb Jahre für die 80 % zu arbeiten und mir dann die einjährige Auszeit zu nehmen. Erstens wollte ich noch vor meinem 30. Geburtstag meine Reise um die Welt starten – okay es sind letztendlich nur 2 Tage vorher – aber immerhin… Zweitens wollte ich in den Süden abhauen, bevor der kalte, graue Winter in Österreich Einzug hält – also war der 21. September 2019 das perfekte Startdatum für mich. 😉

Aber ich schweife ab… Wie gesagt ist dieses Modell nur eines von vielen, aber es ist genau perfekt für mich. Denn meine ganzen Fragen und Grübeleien haben sich vorerst in Luft aufgelöst. Ich bekomme weiterhin regelmäßig Geld auf mein Konto, in meinen Job kann ich auch zurück und alles Weitere wird sich schon ergeben.

MEHR INFOS

Falls du weitere Infos zum Thema Sabbatical brauchst, schreibe mir deine Fragen gerne in die Kommentare.

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